6. Juni 2026, 19.30 Uhr „Coppey – Gülbadamova – Goldfeld“

Marc Coppey 

Marc Coppey wurde in Strasbourg geboren. Er studierte mit Philippe Muller am Konservatorium von Paris und mit Janos Starker in den USA, während er zudem von Paul Tortellier Anleitungen erhielt. Er war unter anderem Preisträger des Internationalen Bachwettbewerbs Leipzig (Erster Preis, sowie Sonderpreis für die beste Bachinterpretation).

Nachdem Yehudi Menuhin bereits 1989 auf ihn aufmerksam geworden war, spielte Marc Coppey zum ersten Mal in Moskau das Trio von Tschaikovsky mit Y. Menuhin und Victoria Postnikova anlässlich eines Konzerts, das von Bruno Monsaingeon gefilmt wurde. Von Mstislav Rostropovitch persönlich erhielt er die Einladung zum Festival d’Evian. Er nahm an vielen europäischen Festivals teil und spielte in zahlreichen großen Konzertstätten der Welt. 2009 wurde er auserwählt, am Gedenkkonzert zum Berliner Mauerfall in Paris auf der Place de la Concorde teilzunehmen.

Coppey spielt als Solist unter der Leitung von Emmanuel Krivine, Alain Altinoglu, Lionel Bringuier, Lawrence Foster, Alan Gilbert, Kirill Karabits, Theodor Guschlbauer, John Nelson, Pascal Rophé, Yan Pascal Tortelier, Yutaka Sado und vielen anderen herausragenden Dirigenten. Er ist außerdem als Kammermusikpartner an der Seite von Maria-João Pires, Stephen Kovacevich, Nicolas Angelich, Michel Béroff, Augustin Dumay, Victoria Mullova, David Grimal, Michel Portal, Paul Meyer, Emmanuel Pahud, dem Talich-Quartett und dem Prazák-Quartett aufgetreten.

Marc Coppey hat Cellokonzerte von Jacques Lenot, Marc Monnet, Eric Tanguy uraufgeführt sowie die französischen Premieren der Werke von Elliott Carter, Bruno Mantovani und Erkki-Sven Tüür gegeben. Darüber hinaus ist er Widmungsträger von Werken aus der Feder von Lera Auerbach, Christophe Bertrand, Hugues Dufourt, Frédéric Durieux, Ivan Fedele, Philippe Fénelon, Philippe Hurel, Michael Jarrell, Betsy Jolas, Frank Krawczyk, Philippe Leroux, François Meïmoun, Brice Pauset, Enno Poppe, Thierry Pécou, Michèle Reverdy, Johannes Maria Staud, Frédéric Verrières.

Die Kritik betrachtet ihn als Nachfolger von Pierre Fournier, Starker und Tortellier und lobt die Originalität und die Feinfühligkeit seines Spiels, seine Wärme, seine Farbigkeit, doch auch die Reinheit seines Klangs.

Marc Coppey hat eine umfangreiche preisgekrönte Diskographie, die unter anderem Konzerte für Cello und Orchester von Haydn, C. Ph. E.Bach, Dvořak, Dutilleux, d’Indy, Lalo, Saint-Saëns, Schostakowitsch sowie Sonaten und Kammermusikwerke von Beethoven, Debussy, Fauré, Chausson, Emmanuel, Kodály, Grieg, Schumann, Strauss für die Plattenlabels Audite, Auvidis, Decca, Harmonia Mundi, Praga und K617 umfasst.

Im Duo mit dem hervorragenden Pianisten Peter Laul hat Marc Coppey für das Plattenlabel Aeon Sonaten von Beethoven, Rachmaninov, Prokofiev, Shostakovich, Schnittke sowie Johannes Brahms aufgenommen. Eben da sind 2003 die Solosuiten von Johann Sebastian Bach für Cello erschienen sowie eine Ernst von Dohnányi gewidmete Platte mit David Grimal, Michel Béroff und Gérard Caussé.

Als Dirigent arbeitet Marc Coppey mit der Deutschen Kammerakademie und dem Orchestre Royal de Chambre de Wallonie zusammen und ist seit 2011 Musikdirektor der Zagreber Solisten. 2021 war sein erstes Jahr als Artist-in-Residence mit dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música.

Neben seiner Solokarriere ist Marc Coppey Professor am Conservatoire National Supérieur de
Musique de Paris und gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika. Er ist Künstlerischer Leiter des Festivals Les Musicales de Colmar und zudem seit 2020 auch der Saline Royale Academy d‘Arc-et-Senans. 2014 wurde Coppey vom französischen Kulturministerium zum Officier des Arts et des Lettres ernannt. Er spielt auf einem Cello von Matteo Goffriller (Venedig 1711). Foto: Jean Baptiste Millot

Sofja Gülbadamova

Sofja Gülbadamova, für die «poetische Schönheit» ihres Spiels und ihre «frappierende Musikalität, Klangfantasie, tiefenentspannte Pianistik und eine erstaunlich vielfaltige Gestaltungspalette» von der Presse gefeiert, zählt zu den herausragendsten Musikern ihrer Generation. Sie ist Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe in Österreich, Frankreich, Spanien, Russland, Deutschland, Belgien und in den USA.

Einen wichtigen Schwerpunkt für die Pianistin bilden die Einspielungen, die dem ungarischen Komponisten Ernst von Dohnányi gewidmet sind. Im November 2017 erschien der Live-Mitschnitt des Klavierkonzertes Nr.2 mit dem Sinfonieorchester Wuppertal unter der Leitung von Dmitri Jurowski bei hd-klassik. Im Februar 2018 kam eine Doppel-CD mit Solowerken Dohnányis beim Label Capriccio heraus, und im April 2020 die Aufnahme der Klavierkonzerte mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Ariane Matiakh (Capriccio). Zuletzt sind die Variationen über ein Kinderlied Ernst von Dohnányis für Klavier und Orchester unter der Leitung von Modestas Pitrenas erschienen (Capriccio, Februar 2022). Die letztgenannte CD wurde zu Editor‘s Choice of the Month (02/2022) von der englischen Zeitschrift „The Gramophone“ gewählt und erschien ebenda im Mai 2022 in der Liste der bislang besten Veröffentlichungen. Darüber hinaus wurde sie für den International Classical Music Award (ICMA) nominiert.

Weitere Einspielungen sind u.a. bei Hänssler CLASSIC, Danacord, Querstand erschienen.

Sofja Gülbadamova spielte unter der Stabführung solcher Dirigenten wie Michail Jurowski, Michel Tabachnik, Marko Letonja, Kirill Karabits, Alevtina Ioffe, Dominik Beykirch, Dmitri Jurowski, Marc Piollet, Antoni Wit, Frank Cramer, Christian Ehwald, Emmanuel Plasson, Gábor Hontvári, Wojciech Rajski, um nur einige zu nennen.

Sie trat mit der Staatskapelle Weimar, Norrköping Sinfonieorchester, Belgrader Philharmonischen Orchester, mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg, mit dem Nationalen Philharmonischen Orchester Russlands, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem Philharmonischen Orchester Lübeck, mit der Magdeburgischen Philharmonie, der Cappella Istropolitana, der Polnischen Kammerphilharmonie und vielen anderen Orchestern auf.

Sofja Gülbadamova gastierte in der Elbphilharmonie sowie in der Laieszhalle Hamburg, in der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin, in der Liederhalle Stuttgart, im Kurhaus Wiesbaden, sowohl im Großen Saal als auch im Mendelssohn-Saal der Historischen Stadthalle in Wuppertal, im Staatstheater Sarajevo (Bosnien und Herzogovina), im Teatro Colón in Bogotá (Kolumbien), im Großen Saal der Philharmonie in Sankt Petersburg, in Wien, Paris, Budapest, London, Washington D.C. (USA), sowie bei renommierten Festivals, u.a. bei den Weilburger Schlosskonzerten, Choriner Musiksommer, «Raritäten der Klaviermusik» in Husum, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Internationalen Telemann-Festtagen, den Festspielen
Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, Schöneberger Musiksommer, Pianistenfestival Tübingen (Deutschland), sowie bei vielen weiteren Festivals in Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, in der Schweiz, in den USA, Rußland, Moldavien, Kasachstan, Österreich, Belgien, Argentinien und Chile.

2017 wurde Sofja Gülbadamova zur künstlerischen Leiterin des Internationalen Brahms-Festes Mürzzuschlag (Österreich) ernannt.

Foto: Evgeny Evtyukhov

Denis Goldfeld

Ist ein international renommierter Künstler von beeindruckender Lyrik, angeborener Musikalität und atemberaubender Virtuosität. Er gehört heute zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Von der Fachpresse gelobt für unverwechselbaren Ton, tiefempfundene, vielfältige, reife Interpretationen und exzeptionelle geigerische Fähigkeiten, zeichnen sich seine Konzertauftritte durch künstlerische Eigenständigkeit und Individualität aus.

Als Sohn einer Musikerfamilie in Ufa (ehem. UdSSR) geboren, gewann er mit 11 Jahren den Nationalen Russischen Violinwettbewerb. 1990 lud ihn Zakhar Bron nach Lübeck ein, um dort sein Meisterschüler zu werden. Während seiner Studienzeit gewann Denis Goldfeld internationale Wettbewerbe wie den Wieniawski- und Oistrakh- Violinwettbewerb und errang zahlreiche Preise, darunter den Verbier Festival Academy Preis, überreicht von Isaac Stern.  Hierdurch gelangte er zu internationalem Ansehen. Er spielt mit renommierten Musikern wie Pavel Gililov, Henri Sigfridsson, Nicolas Altstaedt, Sergei Nakariakov, Lera Auerbach, Eldar Nebolsin, Cedric Tiberghien, Vassili Lobanov, Sofja Gülbadamova, Alexander Rudin, David Geringas und gibt Soloabende in Europa, den USA (Carnegie Weill Recital Hall), Asien, Russland und Israel. Denis Goldfeld ist Gast bedeutender Festivals, wie Schleswig-Holstein, Colmar, Biarritz, Korsholm, Musiikkia Rouvessi, Musiksommer Tours, Rheingau, Dias da Musica em Belem in Lissabon, Shandellee Music Festival in USA, Oberstdorfer Musiksommer sowie Adam Chamber Music in New Zealand. 

Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Moskauer Philharmonischen Orchester, dem St.Petersburger Akademischen Sinfonieorchester, dem Philharmonischen Orchester Helsinki, der NDR Radiophilharmonie, dem MDR Sinfonieorchester, dem Ural Philharmonic Orchestra, den Hamburger Symphonikern, dem Estonian National Orchestra, dem Singapur Symphony Orchestra, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, dem National Taiwan Symphony Orchestra, dem Münchner Kammerorchester, den Moskauer Solisten, dem Radio-Symphonieorchester Wien im Musikverein Wien, dem Kroatischen Rundfunk-Symphonieorchester, sowie den Philharmonischen Orchestern von Freiburg, Lübeck, Rostock, Würzburg, Wuppertal, Tampere, Besançon, Nancy und Sarajevo unter der Leitung von Dirigenten wie Andrei Boreyko, Yuri Bashmet, Eivind Gullberg Jensen, Günther Herbig, Vassili Sinaiski, Alexander Dmitriev, Dmitry Lyss, Okko Kamu, Christoph Poppen, Lawrence Renes, Sir Donald Runnicles, Lan Shui, Uroš Lajovic, Arnold Katz, Bruno Weil, Aleksandar Marković, Howard Griffiths, Enrico Calesso um nur einige zu nennen.

Zahlreiche CD-Einspielungen u.a. für Sony Classical, MCA Classic, Hänssler Classic und Zig-Zag Territoire liegen vor. Foto: Dan Hannen

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