Hohe Auszeichnung für die Bremer Engel
Nachsorgepreis 2025 der Deutschen Kinderkrebsnachsorge geht nach Bremen
Der mit 10.000 Euro dotierte 24. Nachsorgepreis ging an die Erika Müller Stiftung für das Projekt Bremer Engel. Damit würdigte die Stiftung Deutsche Kinderkrebsnachsorge die langjährige Arbeit der mobilen Kinderkrankenschwestern, Psychologinnen und Therapeutinnen in Bremen, Bremerhaven und Niedersachsen. Sie begleiten schwerst- sowie chronisch kranke Kinder und ihre Familien bereits während des Aufenthalts im Krankenhaus und schaffen damit frühzeitig eine vertrauensvolle Beziehung. Sobald die Betroffenen nach Hause zurückkehren, stehen die Bremer Engel weiterhin mit dieser sogenannten Brückenpflege an ihrer Seite. „Genau an dieser Stelle entsteht im Alltag der größte Bruch: Während die Familien in der Klinik von einem umfassenden Versorgungsnetzwerk getragen werden, sind sie nach der Entlassung plötzlich auf sich allein gestellt – mit Ängsten, Sorgen und ganz praktischen Herausforderungen. Genau hier setzen die Bremer Engel an und schließen eine Versorgungslücke“, so Prof. Dr. med. Michaela Döhring aus dem wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Kinderkrebsnachsorge in ihrer Laudatio. Sie betonte: „Es ist ein Projekt mit Signalwirkung, das zur Regelversorgung gehören müsste.“
„Durch die Brückenpflege – der ambulanten Weiterversorgung nach dem Aufenthalt im Krankenhaus – schließen die Bremer Engel eine Versorgungslücke und es sind weniger und kürzere stationäre Klinikaufenthalte möglich. Den Kindern und ihren Familien wird so viel wie möglich Normalität gegeben und sie können vermehrt wieder am Alltag teilnehmen“, sagte Dr. Swantje Wienand, Kuratoriumsvorsitzende der Erika Müller Stiftung, die den Nachsorgepreis in Stuttgart entgegennahm. Das Preisgeld werde genutzt, um die Leistungen der Engel sicherzustellen und weiter auszubauen. „Der Bedarf an dieser durch Spenden finanzierten Unterstützung ist groß. Sowohl die Betroffenen als auch die betreuenden Ärzte schätzen die Engel-Arbeit als sehr wertvoll ein. Anders als in den Kliniken haben die Kinderkrankenschwestern, Psychologinnen und Therapeutinnen kein enges Zeitkontingent: Sie bleiben so lange in der Familie, wie sie gebraucht werden“, erklärte Wienand weiter.
Zum Foto:
Dr. Swantje Wienand (M.), Kuratoriumsvorsitzende der Erika Müller Stiftung, erhielt den Nachsorgepreis 2025 von den Stiftungsvorständen der Deutschen Kinderkrebsnachsorge Sonja Faber-Schrecklein (r.) und Roland Wehrle. Foto: Wilfried Dold – dold.media
