Zustand der Oberneulander Landstraße

war Thema in der Bürgerschaft

Der Zustand der Oberneulander Landstraße und der Mühlenfeldstraße war im Mai Thema in der Fragestunde der Bremischen Stadtbürgerschaft. Die Abgeordneten Michael Jonitz, Simon Zeimke, Dr. Wiebke Winter von der CDU-Fraktion hatten den Senat zu Verkehrssicherheit, Sanierungsbedarf und geplanten Maßnahmen befragt.

In seiner Antwort erklärte der Senat, dass beide Straßen regelmäßig kontrolliert würden, um Schäden möglichst schnell zu beseitigen. Aus Sicht des Senats befänden sich sowohl die Oberneulander Landstraße als auch die Mühlenfeldstraße grundsätzlich in einem verkehrssicheren(!) Zustand. Gleichzeitig wurde jedoch eingeräumt, dass beide Straßen nicht über einen standardisierten Ausbau mit entsprechenden Nebenanlagen und moderner Entwässerung verfügen.

Für die Oberneulander Landstraße kündigte der Senat eine größere Erneuerungsmaßnahme im Bereich des Ökumenischen Gymnasiums an. Die Arbeiten sollen voraussichtlich während der Herbstferien 2026 durchgeführt werden. Weitere mittelfristige Maßnahmen für die Straße wurden zunächst allerdings nicht genannt. Für die Mühlenfeldstraße sind nach aktuellem Stand keine größeren Sanierungen vorgesehen.

Hinsichtlich der Finanzierung erklärte der Senat, dass die Mittel für Straßenerhaltungsmaßnahmen den jeweiligen Erhaltungsbezirken pauschal zugewiesen würden. Diese Gelder dienten vor allem kleineren Maßnahmen wie Schlaglochreparaturen oder Ausbesserungen zur Sicherung der Verkehrs- und Betriebssicherheit.

Eine umfassendere Bewertung des tatsächlichen Sanierungsbedarfs soll laut Senat erst mit einem angekündigten Straßenzustandsbericht möglich sein. Dieser soll künftig als Grundlage für weitere Entscheidungen zu Erhaltungs- und Neubaumaßnahmen dienen.

Zu den Antworten stellte der Mobilitätsexperte Michael Jonitz von der CDU (siehe Foto) ernüchtert fest: „Die jetzt angekündigte Maßnahme auf der Oberneulander Landstraße ist die nächste Flickschusterei des Senats. Statt eine grundlegende Sanierung der 

Oberneulander Landstraße auf ganzer Länge vorzunehmen, mit einem mehr an Verkehrs-sicherheit und Komfort für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer, wird hier wieder nur Asphalt auf die Löcher beim ÖG gekippt. Der Senat hat hier wieder eine Chance vertan und Oberneuland links liegen gelassen.“