Ein knisterndes Funkenfest

Johannisfeuer 2026

Am 24. Juni wurde Johannes der Täufer geboren, somit rückte der Johannistag in die Nähe der Sommersonnenwende, welche historisch auch als Mitsommernacht bezeichnet wird. An diesem Tag hat die Sonne die größte Mittagshöhe über dem Horizont und erreicht auf der Nordhalbkugel den Sommerpunkt zwischen dem 20. und 22. Juni. Die Sonne scheint stillzustehen, bevor sie ihre Richtung wieder ändert.
Diesen Sonnenstillstand haben unsere Vorfahren bis zu einer Woche lang gefeiert, sie haben die Sonne in Liedern geehrt und sich von ihr verabschiedet, da Licht und Wärme nun wieder weniger werden.
Johannes galt im Christentum als Lichtbringer, der die Menschen auf die Ankunft des Erlösers vorbereiten sollte. Die Lichtsymbolik der Sonnwendfeiern wurde somit auf den Johannistag übertragen, um mit Johannisfeuern die kurze Juninacht zu erleuchten.
Glühende gelbe, rote und orangefarbene Flammen steigen zum Himmel auf, es zischt, knistert und sprüht Funken, vor allem aber wärmt und versammelt es Klein und Groß, das alljährliche Johannisfeuer der Evangelischen Kirchengemeinde Oberneuland. Diese feierte wie jedes Jahr den Namenstag ihrer wunderschönen Kirche St. Johann mit einem bunten Nachmittagsprogramm, welches sich bis in die Abendstunden ausdehnte. Gegen 22:00 Uhr war noch lange nicht Schluss, die Deutschland-Trikots wurden übergeworfen, Public Viewing WM 2026 im Gemeindesaal, weil es gemeinsam mehr Spaß macht. Text & Foto: Susanne Wokurka