Der erste Nachwuchs
Drei Küken sind Ende Mai auf Hof Drewes geschlüpft und alles läuft völlig normal. „Das ist schon sportlich“, sagt Jürgen Drewes. Vorteil sei aber, dass es in diesem Jahr viele Mäuse gebe und so die Futterbrocken deutlich größer ausfallen als bei Schnecken und Würmern. Auf Hof Drewes gab es schon mehrmals drei Küken. Die Storcheneltern sind entspannt und die Küken alle gleich groß. Das ist ein guter Hinweis darauf, dass vermutlich auch alle drei Küken aufgrund des guten Futterangebots durchkommen. „Im letzten Jahr wäre es schwierig geworden“, so der Oberneulander Landwirt.
Eine Woche nach dem großen Weideaustrieb schlüpften auch auf Hof Sündermann drei Küken aus dem Ei. Das dritte sei etwas kleiner, sodass Michaela Sündermann zuerst nur zwei Küken gesehen hat. Mittlerweile aber ist die Anzahl der Küken während der Fütterung durch Constanze und Clemens gut zu erkennen. „Es sieht gut aus“, sagt die Landwirtin über die Entwicklung des Nachwuchses. Manchmal ließen die Altstörche die Küken schon allein auf dem Nest, um für Nahrungsnachschub zu sorgen. Anfang Juni war einer der Jungvögel bereits flügge und auf den Pferdepaddocks auf Futtersuche. In der Hauptwachstumsphase brauchen sie bis zu 500 g Futter pro Tag, sodass beide Eltern auf Futtersuche gehen müssen. Bei Trockenheit wird zusätzlich Wasser im Schlund herangebracht. Solange die Küken noch klein sind, werden sie etwa alle zwei bis drei Stunden gefüttert. In einem bestimmten Zeitraum können sie bis zu 1.600 g Nahrung pro Tag aufnehmen. Lüder Sinning sah Anfang Juni, dass Hinni und Lisbeth zu füttern begonnen haben. Wie viele Küken aber im Nest sitzen, war bis dahin noch nicht zu erkennen.
Text: Sabine von der Decken, Foto: Michaela Sündermann
